Piercing als Goldschmuck?
Wer sich bei einem professionellen Piercer erkundigt, dem wird sicher von Goldschmuck als Piercing zunächst einmal abgeraten. Als erstes Piercing sollte man Gold ohnehin nicht verwenden, aber auch nach einiger Zeit und dem Abheilen der Wunde sollte Goldschmuck nur eine Ausnahme, nicht die Regel bleiben. Neben Gold gibt es ja noch viele andere Materialien, aus denen Piercings gefertigt sein können. Da wäre zum einen Titan. Dieser Werkstoff erfüllt alle Kriterien, die ein chirurgisches Implantat, wie ein Piercing ja in der Fachsprache genannt wird, erfüllen muss. Die sehr glatte Oberfläche von Titan lässt Verunreinigungen und Keimen kaum einen Chance.
Ebenfalls besser, als Goldschmuck, ist Niobium als Piercing Material. Auch hier muss man weder Allergien noch Keimbehaftungen befürchten. Wie auch Polytetraflouretylen, kurz PTFE und Platin wird für das erste Piercing lieber ein Material verwendet, das nicht mit der Wunde verklebt und keine Hautreizungen verursacht.
Wird Gold als Piercing benutzt, so sollte es mindestens ein 750er Gold sein. Benutzt man ein Piercing mit geringerem Anteil an Gold, wie zum Beispiel ein 333er, so läuft der Stecker an und wird unansehnlich. Allerdings ist es sehr wohl gestattet, ein Piercing aus Goldschmuck als Wechselmöglichkeit in Betracht zu ziehen. Ein Bauchnabelpiercing aus Gold kommt bei einem bauchfreien Abendoutfit sicher gut zur Geltung. Allerdings sollte man es am nächsten Tag wieder auswechseln, damit es auch so schön bleibt, wie es ausgesehen hat, als man es gekauft hat. Goldschmuck als Piercing eignet sich aber immer noch besser, als Silber oder Palladium, da diese beiden Materialien sehr schnell schwarz werden und dann nur noch hässlich aussehen.