Anlaufschutz

Von einem Anlaufschütz spricht man vor allem bei Gegenständen aus Silber, wie beispielweise Bestecke oder Schmuckstücke. Durch den in der Luft vorhandenen Schwefelwasserstoff laufen Silbergegenstände unter Bildung von Silbersulfid schwarz an. Um dieser Eigenschaft entgegenzuwirken, entwickelte die Industrie verschiedenen Methoden des Anlaufschutzes. In erster Linie zählt dazu die hochentwickelte Hartlackierung. Hier wird ein besonderer Lack in einem Umluftofen bei mindestens 120 Grad Celsius ca. 20 Minuten lang eingebrannt. Dieses Verfahren auch unter dem Namen Vernieren bekannt wird nur bei Ziergegenständen angewendet. Bei Gebrauchsgegenständen ist die tägliche Benutzung der beste Anlaufschutz. Anlaufgeschützte Silberwaren sind häufig mit einem Etikett, das eine Flamme aufweist versehen. Für Bestecke gibt es bestimmte Besteckeinsätze, die mit indanthrengefärbtem Spezialgewebe ausgelegt sind und so als Anlaufschutz dienen. Auch wird das Einpacken von Silbergegenständen in chlor- und säurefreien Seidenpapier empfohlen, um so ein anlaufen zu verhindern.